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GWG unterstützt Dümmlinhauser Mühle
Die Entwicklingsgesellschaft Gummersbach ist seit 1968 bereits stolze Besitzerin der alten Mühle in Dümmlinghausen-Hesselbach und hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten weit über 100000 Euro investiert, um das denkmalgeschützte Bauwerk und die Mühlenteichanlage wieder auf Vordermann zu bringen. Grund für den Erwerb des Areals im Jahr 1968 war die Idee, die Gemeindestraße 43 (von der Kreuzung Mühlenseßmar über den Lindenstock nach Dümmlinghausen) über das Mühlenteichgelände zu begradigen. Die Pläne wurden jedoch nie realisiert, so dass der Bereich unberührt blieb. Die Verantwortlichen der Gemeinnützigen Wohnungsbau GmbH und Entwicklungsgesellschaft dachten aber schon darüber nach, wie man die historische Anlage mitsamt Teich und Damm erhalten könne. Der Landeskonservator stellte für die Sicherung des soliden Eichen-Mahlwerks Zuschüsse in Aussicht. Auch der Kreis wollte Geld dazu geben.

Doch der Geldsegen blieb aus, auch der Antrag der Stadt Gummersbach auf Zuschüsse im Rahmen des Entwicklungsplanes Bernberg wurde abgelehnt. Lediglich für das Gelände stellte das Land Mittel bereit. Es gab daher nur zwei Möglichkeiten: die Mühle abreißen und das gut erhaltene Mahlwerk an anderer Stelle wieder einbauen. Doch dann wurde in Abstimmung mit der Stadt Gummersbach beschlossen, erst einmal das Gelände in Ordnung zu bringen und nach den Plänen eines Gartenarchitekten anzulegen.
Die baufälligen Überreste des alten Mühlengebäudes mussten abgeräumt werden, da die Wände zum größten Teil schon eingestürzt waren und die Türen zerstört worden waren. Auch die Säuberung des alten Mühlenteichs war sehr umständlich, da er total verschlammt war. Der Teich wurde abgelassen und der Schlamm ausgebaggert. Letzterer wurde im Dammbereich gelagert und später bepflanzt. Durch die Aufschüttungen erhielt der Teich eine neue Form. Ein neues Auslaufbauwerk und eine neue Wasserzuführung für das zukünftige Mühlrad wurden errichtet. Das Gelände um den Teich herum wurde mit Pflanzen gestaltet und ein kleiner Parkplatz hergerichtet.
Im Jahre 1975 konnte dann doch noch ein neu errichtetes Gebäude im Fachwerkstil eingeweiht und das alte eiserne Mühlrad in Gang gesetzt werden. Die Kosten für die Gestaltung des Geländes und den Aufbau des Mühlengebäudes: rund 130000 Euro.

Da das gesamte Gelände und das Mühlengebäude der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten, erklärte sich die Freiwillige Feuerwehr Dümmlinghausen bereit, Verwaltung und Betreuung der Mühle zu übernehmen. Sie wird seitdem für kleinere Feiern und Jazzveranstaltungen des ortsansässigen Jazzclubs genutzt. 1985 wurde das alte eiserne Mühlrad mit finanzieller Unterstützung des Denkmalschutzes durch ein neues ersetzt.
In jüngster Vergangenheit war erneut eine Renovierung des Gebäudes, die Sanierung des Mühlenteichgeländes und des Zulaufs zum Mühlrad fällig. Nach etwa 30 Jahren war der Mühlenteich wieder stark verschlammt und der hölzerne Zulauf zum Mühlrad morsch. Die Gemeinnützige Wohnungsbau GmbH und die Entwicklungsgesellschaft Gummersbach haben den Mühlenteich in Eigeninitiative und mit Hilfe von Sponsoren wieder ausgebaggert und wild wuchernde Bäume entfernt.
Zur Historie: Die Mühle Dümmlinghausen-Hesselbach ist ein Zeugnis für das Mühlengewerbe des 19. Jahrhunderts. Als Öl-und Lohmühle wurde sie 1814 errichtet, sechs Jahre nachdem das landesherrliche Mühlenprivileg aufgehoben worden war. Seit 1824 war die Mühle im Besitz der Familie Nohl. 1878 wurde sie vom Mühlenbauer Bleichert aus Brüchermühle durch den Einbau von Mühlsteinen zur Getreidemühle umgebaut. Das ursprüngliche Holzrad wurde um die Jahrhundertwende durch ein eisernes Mühlrad ersetzt.
Seit 2008 wird die Mühle durch den Dorfgemeinschafts- und Gartenbauverein Dümmlinghausen, Hesselbach und Bernberg betreut und verwaltet. Die Mühle kann für private Feierlichkeiten angemietet werden. Um zu den Kontaktdaten der Dorfgemeinschaft Dümmlinghausen, Hesselbach und Bernberg zu gelangen folgen Sie bitte diesem Link.
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