Steinmüllergelände - Verwaltungsleistungen
Als die Stadt Gummersbach im Jahre 2000 das innerstädtische Industrieareal Steinmüller mit 18 ha und rund 100.000 m² überbauten Flächen kaufte, erwarb sie auch die Verpflichtung, das Gelände zu entwickeln und zu betreiben. Denn durch die Insolvenz des bisherigen Eigentümers, der Firma Babcock aus Oberhausen, geriet auch die Firma Steinmüller in deren Sog und musste letztendlich den Geschäftsbetrieb einstellen, was nicht weniger als den Verlust von 1.400 Arbeitsplätzen bedeutete.

In der Stunde Null war zunächst erstes Ziel, möglichst viele Arbeitsplätze durch Unternehmensneugründungen zu schaffen. Erst der zweite Gedanke konnte sich mit der langfristigen Entwicklung des Geländes beschäftigen. Es galt die Probleme und Aufgaben des zunehmenden Vermietungsgeschäfts sowie der Instandhaltung schnell und zuverlässig erledigen zu können. Man erkannte, dass dies auf Dauer nicht aus der Verwaltung der Stadt heraus garantiert werden konnte. So wurde der GWG die treuhänderische Gebäudeverwaltung sowie das Vermietungsmanagement im Dienstleistungsverhältnis übertragen.
Ferner waren zukünftige Flexibilitäten in der Gebäudeumnutzung absehbar. Dort wo früher nur ein Nutzer mit besonderer Sicherheitsstruktur auf dem Gelände tätig war, sind heute bereits wieder mehr als 20 verschiedene Betriebe aktiv. Das Gelände und die Gebäude mussten zur rechtssicheren Nutzung nach und nach einem Unbundelling unterzogen werden, was natürlich kostenintensiv war.

Dass im Jahre 2006 das Steinmüllergelände ein mit dem A-Stempel versehenes Projekt im Rahmen der Regionale 2010 des Landes NRW wurde, dass heute bereits mehr als 450 Menschen wieder einen festen Arbeitsplatz gefunden haben, dass die neue Fachhochschule Köln Campus Gummersbach hier neu errichtet wurde, dass zwischenzeitlich sämtliche 14.000 m² Büroflächen vermietet wurden und dass zahlreiche Investitionsmaßnahmen am Gebäudebestand sowie weitere private Investitionen von Unternehmen erfolgen, ist vor wenigen Jahren so nicht erwartet worden.
Heute obliegt dem Schwesterunternehmen, der Entwicklungsgesellschaft Gummersbach mbH, die treuhänderische Entwicklung des gesamten Geländes. Sie sorgt für die Projekteinbindung in die Regionale, sie sorgt für die öffentlichen Erschließungen und die Bereitstellung der hierfür notwendigen Gelder und sie ist mit der Vermarktung des Geländes beauftragt. Beide Unternehmen arbeiten am wichtigsten Stadtentwicklungsprojekt Hand in Hand mit der Stadt Gummersbach.
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