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GWG errichtet Kita
Hand-in-Hand im Ackermanngelände
Nachdem in 2009 das ehemalige Ackermanngelände in das
städtische Treuhandvermögen der Entwicklungsgesellschaft Gummersbach mbH (EGG) durch Kauf von der Fa. Honeywell-Deutschland
übergeführt werden konnte, waren auch die Voraussetzungen für den Neubau einer
4-zügigen Kindertageseinrichtung gegeben.
Die GWG hat das Architekturbüro reicher haase associierte GmbH aus Aachen als Sieger des
städtebaulichen Wettbewerbes mit den Planungen der ca. 900 m² großen
Einrichtung beauftragt. Die bauliche Umsetzung wurde von der GWG selbst
organisiert.
Erst im Herbst 2009 konnten entsprechende
Investitionsfördermittel (Bundesmittel) für die anteilige Schaffung von
Kindertagesplätzen für Unterdreijährige (U3) beim Landschaftsverband Rheinland
beantragt werden, welche kurzfristig im November 2009 bewilligt wurden.
Nach einem Baubeginn im späten Dezember hat ein hartnäckiger
Winter die Rohbauarbeiten für 3 Monate zum Erliegen gebracht, so dass der
Rohbau erst im Mai 2010 fertig gestellt werden konnte. Im September erfolgte
dann die endgültige Fertigstellung und Übergabe des Objektes an den
langfristigen Mieter, die Stadt Gummersbach. Diese partizipiert wegen der
Unterschreitung der Baukosten in Form einer reduzierten Miete dauerhaft.
Der Entwurf selbst greift den Kubusgedanken auf. Ein
zentrales Atrium gruppiert die Funktionsbereiche auf 2 Ebenen. Glas, Holz, und
Metall bestimmen das äußere Erscheinungsbild, wobei Die Farbe Weiss und Holz
die dominanten Texturen bilden.
Eine sachliche und vor allem funktionale Innenraumgestaltung
aus einem Guss, in einer zentral ausgerichteten Atriumsarchitektur geben Raum
für individuelle Kindergartenkonzepte. Der Kindergarten ist behindertengerecht
und barrierefrei konzipiert.
Das Gebäude selbst weist eine zukunftsfähige, auf niedrigen
Verbrauch und somit auf niedrige Betriebskosten ausgerichtete Haustechnik auf. Die Wärmeversorgung wird über eine
thermische Solaranlage, eine Wärmepumpe sowie eine Brennwerttechnik, jeweils im günstigsten Betriebsmodus
gefahren, sicher gestellt. Eine kontrollierte Raumlüftung mit
Wärmerückgewinnung und Erdwärmetauscher sorgen für niedrigste Lüftungswärmeverluste
einerseits. Nebenbei reinigen Pollenfilter die Luft. Das Gebäude ist somit
allergikerfreundlich. Im Sommer wird das Gebäude ohne Zuführung von Energie
gekühlt, im Winter wird die Frischluft ohne Zuführung von Energie vorgeheizt.
Die deutlich über den geforderten Standards liegenden
Dämmwerte der Außenbauteile führen zu einer erheblichen Reduzierung der
zulässigen Transmissionswärmeverluste andererseits. Im Ergebnis liegt der
Jahresprimärenergiebedarf erheblich unterhalb der gesetzlich zulässigen Werte.
Minimale Energiekennwerte bewirken maximalen Klimaschutz und größtmögliche Kosteneinsparungen.
Die Außenanlage greift die Grundzüge der Planungen
thematisch auf. Auch hier sind klare Funktionsräume in geometrischer Weise
angeordnet. Sie bieten Spielräume und Spielträume, sie verlängern die
Innenräume nach außen.
Der Kindergarten wurde auf Wunsch der Stadt Gummersbach als
autarke Versorgungsstelle im Katastrophenfall ausgestattet.
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